Sollten Sie einmal in die unangenehme Situation kommen, Ihren PC komplett wiederherstellen zu müssen, zum Beispiel nach einem Festplattendefekt, benötigen Sie für die Wiederherstellung einen Reparaturdatenträger, um den PC starten zu können.
Zum Glück ist jede Windows 7-Installations-DVD gleichzeitig ein solcher Reparaturdatenträger. Wenn Sie also über eine solche Installations-DVD verfügen, passen Sie gut darauf auf und lagern Sie sie getrennt vom Computer.
Wenn Sie jedoch über keine solche DVD verfügen (machen Computerhersteller meinen ja, diese dem Kunden vorenthalten zu müssen), oder Sie auf Nummer sicher gehen wollen, erstellen Sie ganz einfach eine speziellen Datenträger zur Systemwiederherstellung. Alles, was Sie dazu brauchen, ist ein leerer CD- oder DVD-Rohling, was Sie halt gerade zur Hand haben.
Klicken Sie auf den Windows-Knopf klicken und beben Sie in das Suchfeld Sichern ein. Dann starten Sie das Programm Sichern und Wiederherstellen. Klicken Sie auf der linken Seite des Fensters dann auf den Link Systemreparaturdatenträger erstellen.

Jetzt geht es ganz einfach weiter. Legen Sie den leeren CD- oder DVD-Rohling in das Laufwerk, wählen Sie eventuell. noch das richtige Laufwerk im Dialog aus (bei den meisten PCs gibt es da nicht viele Auswahlmöglichkeiten) und klicken Sie dann auf Datenträger erstellen. Kurze Zeit später haben Sie einen Wiederherstellungsdatenträger, den Sie beschriften und gut aufbewahren sollten. Davon können Sie übrigens beliebig viele erzeugen.

Profi-Tipp: USB-Stick als Systemreparaturdatenträger
Es gibt viele gute Gründe, als Systemreparaturdatenträger statt eines optischen Mediums einen USB-Stick zu verwenden. Viele Computer haben z. B. gar kein optisches Laufwerk mehr. Der Start vom USB-Stick geht schneller, die Daten sind zuverlässiger darauf gespeichert und der USB-Stick ist leichter aufzubewahren. Sie können jeden USB-Stick ab einer Größe von 256 MB verwenden. Damit finden auch alte USB-Sticks, die für Ihre Daten schon längst zu klein sind, endlich wieder eine sinnvolle Verwendung.
Zunächst müssen Sie einen Systemreparaturdatenträger auf CD oder DVD erstellen, wie oben beschrieben. Dann müssen Sie den USB-Stick bootfähig machen.
Achtung: Datei gehen alle Daten auf dem Stick verloren!
Öffnen Sie dazu eine Eingabeaufforderung (cmd.exe) mit Administrator-Berechtigungen. Geben Sie nun die folgenden Befehle ein. Die von Ihnen einzugebenden Befehle habe ich blau und fett markiert. Kommentare schreibe ich in kursiver Proportionalschrift.
C:\Windows\system32>diskpart
Bevor Sie den nächsten Befehl eingeben, sollten Sie alle gerade nicht benötigten Laufwerke (USB-Festplatten, andere USB-Sticks) vom Computer trennen. Das erleichtert Ihnen die Arbeit.
DISKPART> list disk
Datenträger ### Status Größe Frei Dyn GPT
--------------- ------------- ------- ------- --- ---
Datenträger 0 Online 465 GB 17 MB
Datenträger 1 Online 1928 MB 0 B
Sie erkennen den USB-Stick an der Größe. In diesem Beispiel ist es ein Stick mit ca. 2 GB Kapazität (1928 MB) und hat die Nummer 1. Diese Nummer benötigen wir beim nächsten Befehl.
DISKPART> select disk 1
Datenträger 1 ist jetzt der gewählte Datenträger.
DISKPART> clean
Der Datenträger wurde bereinigt.
Jetzt sind alle Partitionen und Daten von dem Stick gelöscht.
DISKPART> create partition primary
Die angegebene Partition wurde erfolgreich erstellt.
DISKPART> active
Die aktuelle Partition wurde als aktiv markiert.
Damit haben wir eine aktive Partition erstellt, von der gebootet werden kann. Jetzt die Partition noch schnell formatieren...
DISKPART> format fs=fat quick
100 Prozent bearbeitet
DiskPart hat das Volume erfolgreich formatiert.
Jetzt noch einen Laufwerksbuchtaben zuweisen und beenden.
DISKPART> assign
Der Laufwerkbuchstabe oder der Bereitstellungspunkt wurde zugewiesen.
DISKPART> exit
Datenträgerpartitionierung wird beendet...
C:\Windows\system32>
Auf dem Bildschirm sieht der ganze Vorgang übrigens so aus:

Jetzt müssen Sie nur noch alle Dateien von der Wiederherstellungs-CD oder DVD auf den Stick kopieren.