Wie Windows 7 Daten sichert
Um zu verstehen, wie Windows 7 Daten sichert, sollte man zunächst einmal Szenarien überlegen, warum man überhaupt Daten sichern sollte:
- Schutz vor Desaster: Defekte Festplatte, Diebstahl, Totalschaden des Computers
- Schutz vor Benutzerfehler: Versehentliches Löschen oder Verändern von Dateien
- Datenübertragung auf anderen Computer
Wagen wir einmal einen Blick auf eine Backup-Platte, die auf dem Computer EOWS04 erzeugt wurde.

Am wichtigsten sind natürlich die Daten des Benutzers. Diese werden von Windows auf jeden Fall gesichert. In Windows 7 sind diese Daten in Bibliotheken organisiert. Standardmäßig sichert Windows 7 alle Bibliotheken aller Benutzer. Dies geschieht in Form von ZIP-Dateien, die jeweils maximal 200 MB groß sind. Zu finden sind diese Dateien im Beispiel im Ordner EOWS04. Darunter befindet sich ein Ordner Backup Set mit dem Datum und der Uhrzeit der ersten Datensicherung. Darunter befinden sich wiederum jeweils Ordner Backup Files mit dem Datum und der Uhrzeit aller Sicherungen. In diesen Ordnern finden sich die erwähnten ZIP-Dateien.

Wenn man in diese ZIP-Dateien hineinsieht, findet sich darin die Struktur der gesicherten Ordner und Dateien exakt wiedergespiegelt.
Diese Sicherung dient hauptsächlich dazu, die Daten des Benutzers bei Benutzerfehlern oder bei der Datenübertragung auf einen anderen Computer wiederherzustellen. Programme und das Betriebssystem selbst sind normalerweise nicht darin enthalten.
Steht auf der Backup-Platte genügend freier Speicherplatz zur Verfügung (Standard: Belegter Platz auf Betriebssystempartition dividiert durch 0,3), wird zusätzlich ein sogenanntes Image erzeugt. Dieses findet sich dann im Ordner WindowsImageBackup wieder. Darunter befindet sich wiederum ein Ordner mit dem Computernamen und darunter ein Ordner mit dem Namen Backup und Datum und Uhrzeit der ersten Image-Sicherung. Der Inhalt dieses Ordners besteht hauptsächlich aus VHD-Dateien, also virtuellen Festplatten-Dateien, und sieht so aus:

Dabei wird für jede gesicherte Partition eine VHD-Datei erzeugt. Wndows 7 sichert alle für den Start und den Betrieb nötigen Partitionen automatisch. Normalerweise sind das zwei Partitionen: Die Partition C:, die das Betriebssystem und normalerweise auch alle Programme enthält und eine zweite kleine Partition mit einer Größe von ca. 100 MB, die allerdings standardmäßig im Explorer nicht sichtbar ist und lediglich einige Startdateien enthält.
Diese Sicherung deckt die Wiederherstellung nach Desastern ab. In dieser Sicherung sind vor allem das Betriebssystem selbst und alle Programme enthalten, möglicherweise aber auch die Daten selbst noch einmal, wenn diese auf der Betriebssystempartition liegen.
Bei beiden Sicherungen gilt: Folgesicherungen auf die gleiche Festplatte speichern nur die Ändeungen seit der letzten Sicherung. Der Speicherplaz auf der Sicherungs-Festplatte wird von Windows automatisch verwaltet. Geht der Speicherplatz zur Neige, wird die älteste Sicherung automatisch entfernt. Auf jeden Fall ist der aktuelle Datenstand immer komplett auf der Sicherungsfestplatte enthalten.
Verbesserungspotenzial
Die Sicherung von Windows 7 kann mit diesem Wissen optimiert werden. Liegen die Benutzerdaten auf der Betriebssystempartition, werden diese doppelt gesichert: Einmal durch die Datensicherung und ein zweites Mal durch die Image-Sicherung. Um Speicherplatz und Zeit zu sparen, können Sie sicherstellen, das diese Date statt zweimal nur einmal gesichert werden.
Standardmäßig reserviert Windows 7 maximal 30 % des Speicherplatzes auf der Zielfestplatte für Image-Backups. Auf Computern, die viele Programme, aber wenig Daten enthalten (z. B. Computer, die hauptsächlich für Spiele verwendet werden, aber auch Firmen-PCs, bei denen der Großteil der Daten im Netzwerk liegt), kann diese Grenze verändert werden.
Lesen Sie über die Optimierungsmöglichkeiten in einem eigenen Artikel.